Plötzlich Schluss

Dies ist mein vorerst letzter Beitrag, denn ich musste meinen Bolivienaufenthalt, der ursprünglich bis Juli andauern sollte, abbrechen. Grund dafür war… der Coronavirus. Innerhalb weniger Tage und ein paar Hin und Hers wurde entschieden, weltweit neben allen Touristen auch die Freiwilligen zurück nach Deutschland zu holen. Was dann folgte war eine kleine Odyssee nach Hause. Erstmal hieß es raus aus Bolivien kommen, bevor die internationalen Grenzen endgültig schließen. Dann hingen wir mehrere Tage im mexikanischen Luxusparadies Cancún fest und haben es anschließend nach Frankfurt geschafft, wo wir Samstagmorgen landeten.

Abschied vom CCIMCAT – Team

Seitdem bin ich wieder in Weddel und mache eine zweiwöchige Quarantäne. Meine Gedanken hängen irgendwo zwischen dem Abschied von den Freunden, Kollegen, WG-Familienmitgliedern, dem Haus sowie Tarija und dem damit klarzukommen, wieder hierher katapultiert worden zu sein. Alles so sauber, so ruhig, so geordnet, so Spülmaschine, so „das Klopapier einfach runterspülen“, so „wo ich gerade gar nicht hingehöre“.

Bolivien bleibt in meinem Herzen und ich bin unfassbar dankbar für die Zeit dort, in der ich viel Neues lernen durfte und viele Menschen mich mit Liebe empfangen haben.

Danke sagen möchte ich auch an euch, an alle Leser des Blogs, alle die immer mal nachgefragt haben, wie’s mir geht, die auf die verrückte Idee kamen mir ein Paket zu schicken (s. PS) oder in Gedanken mit dabei waren in Bolivien.

Was wünscht man sich heutzutage? Gesundheit & Vertrauen darauf, dass alles gut wird, denn la vida es linda.

PS: Am Tag vor meiner Abreise passierte etwas seltsames. Ich stieg auf dem Weg zum Markt spontan aus dem Taxi aus und betrat die Post. Die Dame am Tresen fragte aus welchem Land ich ein Paket erwartete und ich antwortete Deutschland. Sie verschwand und bat mich kurz darauf ins Lager zukommen. Dort überreichte sie mir tatsächlich mein Weihnachtspaket! Nach 5 Monaten erhielt ich ganz unverblümt Spekulatius, ein Räucherhäuschen und einen Adventskalender. Ich hoffe ihr vergebt mir, diesen noch am Nachmittag mit den anderen WG – Mitgliedern verputzt zu haben. Schmeckte köstlich, auch (nein besonders) im März. Wie ironisch alles doch ist…

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