Der Winter kommt bei 30 Grad

Naja also so fühlt es sich an, wenn es die Ironie des Schicksals will, dass ich Zeit im Bus in Tansania (Zwischenseminar) habe und chronologisch weiterschreibe.

Nachdem die French Weeks dazu führten, dass die Kirche fast komplett offen war und alles auf Hochtouren lief, begann die Zeit, die ziemlich direkt zumindest kurzfristig unterbrochen wird, wenn ich aus Tansania zurückkomme.

Die Winterzeit ist also eher eine Phase die mich nun auch schon für drei Monate begleitet hat.

Kalt, kuschelig, ruhig

Pustekuchen.

Also ja es wurde schon kälter und der Frost war auch für ein paar Tage da, aber naja, nicht Winter, Winter. War auf jeden Fall auch immer wärmer als in Deutschland. Und doch hatten wir einen Tag Schnee, zur großen Freude aller eingeladenen Permanents aus Afrika und Asien, den diesen noch nie gesehen hatten.

Sogar für einen super großen Schneemann hat es zufälligerweise in der Arbeitszeit gereicht.

Und doch zu kalt um die Besucher*innen bibbern zu lassen, wurde es für die tatsächlich kuschlig also Taizé style mäßig.

Das Zauberwort: Hall 10, also gut die Kirche ist nicht reingezogen und auch nicht die Bibelarbeit – da muss tatsächlich die Halle für verlassen werden, aber ansonsten… Purer Luxus! Die Essensausgabe ein Schritt entfernt, immer heißes Wasser, Kaffee, Tee …und Tische! also ein großer Raum, der auf jeden Fall ein anderes Gefühl schafft, besonders wenn man nicht einmal 200 Leute da sind, sonder eher so 30.

Wo das Vergnügen, da auch die Arbeit

Oder wie eine Spitze Zunge sagen könnte, des einen Freud, des anderen Leid. Die Besuchenden müssen ein bisschen mehr tun, da halt nicht mehr genug da sind, um jede*n einen Job zu geben, aber keine Sorge, überarbeitet hat sich denke ich mal noch keine*r.

Aber da die große Essensausgabe und Küche und Abwasch geschlossen wurde, war was ganz anderes möglich, was bei den verschiedenen Permanents ganz unterschiedliche Reaktionen hervorruft….

  • No Vinegar! (kein essig!)
  • Endlich wird mein Hygienesinn befriedigt
  • Puhh ist es nicht schon sauber?
  • Party macht jede Arbeit lustig
Na, erraten?

DEEEEEEP CLEANING

Also sowas wie Grundreinigung, ja Frühjahrsputz, was sagen wir es mal so nicht eine hundertprozentig Tiefe Reinigung erfährt, beim jeden Mal Abwasch oder benutzen. Auf gut Deutsch. Es wird wirklich alles sauber gemacht.. Gastros, Küche, Kannen, Kisten…. Alles was sich in diesem Essensbereich befindet (siehe einen Ausschnitt oben). Ehrlicherweise wurde ich nie dazu zugeteilt, aber ich versuchte auch den point 5 einen wöchentlichen Glanz zu verteilen, sodass ich zwecks Wasser, da kalt und Frost draußen ausgestellt, einen regelmäßige Besuche abstattete. Beneidet habe ich sie dort nicht unbedingt, denn penibel ist untertrieben.

Aber keine Sorge, ich blieb nicht verschont, denn es gibt ja genug zum Putzen, so werden nun (stand Februar) seit zwei Monaten, Matratzenschoner gewechselt, Baracken tiefengereinigt, aber unsere Haupt- und manchmal meine Lieblingsbeschäftigung, sind die Toiletten und Duschkomplexe….

Wechseln
Stapeln
Putzen, Schrubben
Trocknen

Aber mit Musik macht es Spaß und man sieht ja (zumindest meistens) den Erfolg! Und ich weiß ja aus wöchentlicher Putzerfahrung, welche Ecken nicht geputzt werden, aber es wird wirklich überall geschrubbt mit viiiel Essig.

Ruuuuhe…..

Ratatatata….un deux trois….. Zisch….

Für meinen ersten Job, den ich über eine Woche gelernt habe, nämlich am point 5 die Verantwortung, das Einteilen der einzelnen Teams, aber vor allem für das Singen zu sorgen.

wobei ich bald für mich und meine Hilfe zuständig war, da einfach nur noch drei Toiletteb zu putzen waren, also da ist es definitiv ruhiger geworden.

Das heißt aber nicht, dass es nicht anders anfängt, den ich aber als positiven Lärm bezeichnen würde. So hatte ich mein erstes Treffen als Lernende für meinen Job, an dem mir erzählt wurde, was so alles gemacht wird… Naja also dachte ich. In Wahrheit wird seit drei Monaten der Hauptplatz befestigt und ein Zeltboden gebaut und wirklich an jeder Ecke von Taizé so alles gemacht, was meiner Meinung nach nicht nur dieses Jahr liegengeblieben ist. Ich mag es echt zu sehen, wie sehr Taizé modernisiert wird. Es werden auch Sachen repariert und renoviert, aber vor allem auch einfach neugebaut.

Ob ein Extrageländer an zwei Treppenstufen, das Familienhaus was kernsaniert wird, die Heizung, die ausgetauscht wird oder aber der Hauptplatz. Bin mal gespannt, ob er fertig ist, wenn ich zurück komme, da wir dann Wochen mit 2000 Menschen habdn und es dann schon sehr eng auf dem Hauptplatz wird.

Der Beginn.

Und ja alle Geräusche waren zu hören, aber mein Highlight war schon, als aus allen gullis Köpfe wie Maulwürfe rausgeschaut haben.

Wann ward ihr denn schonmal ein Maulwurf?

Und wann saht ihr das letzte Mal einen Wandel?

Sonnige warme Grüße

Rebekka

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