Salz, Salz und noch mehr Salz

Am Abend ging es dann weiter nach Uyuni. Als wir nach einigem Suchen an dem Abend noch ein schönes Hostel gefunden haben, haben wir uns dann am nächsten Tag nach einem Unternehmen umgeschaut, mit dem wir unsere Tour durch die Salar de Uyuni machen können. Drch die imense Anzahl an Unternehmen ist es auf jeden Fall nicht schwierig, überhaupt ein Unternehmen zu finden. Die chwierigkeit liegt eher darin, die Unterschiede der verschiedenen Unternehmen herauszufinden und dementsprechend ein Unternehmen für sich auszuwählen. Das haben wir dann auch gemeistert und dann ging es um 10:30 plus ein bisschen bolivianischer Verspätung mit unserer Tour los.

Am ersten Tag sind wir zunächst zu einem Ort gefahren, der sich „Cementerio de trens“ nennt, also einem Eisenbahnfriedhof. Er gilt als der größte Eisenbahnfriedhof der Welt. Dort befinden sich diverse alte Züge noch aus dem 19. Jahrhundert, die irgendwann ausgemustert und dort abgestellt worden sind. Durch das Salz. die Zeit und die Menschen, die die Züge zur Beschaffung von Altmetall gebrauchen, sind diese mittlerweile sehr zerfallen. Dafür kann man dort aber auf alle Züge klettern und ziemlich coole Fotos machen ;). Nach dem Eisenbahnfriedhof ging es dann über ein Salzmuseum weiter direkt in den Salar de Uyuni. Da wir uns gerade in der Regenzeit befinden, ist auf dem Salz eine dünne Schicht aus Wasser, wodurch sich die Berge, der Himmel und eben auch die Menschen auf der Oberfläche spiegeln. Unser Fahrer ist mit unserem Jeep extra etwas abseits von den anderen Touristen gefahren. Dadurch konnten wir auch dort ziemlich coole Fotos in der wunderschönen Natur machen. Wir sind dann noch weiter zu dem allerersten nur aus Salz gebauten Hotel gefahren. Anschließend haben wir uns noch den Sonnenuntergang im Salar angeschaut. Auch das war atemberaubend schön. Die Nacht haben wir dann wieder in Uyuni verbracht.

Eine alte Lokomotive im Cementerio de trens
Wirklich alles spiegelt sich in der kleinen Wasserschicht
Auf der Oberfläche sind die Strukturen der Salzkristalle in vergrößerter Form sichtbar

Am nächsten Tag ging es dann leider zunächst nicht so gut. Von unserem Unternehmen wurde uns gesagt, dass es aufgrud des Regens nicht möglich sei, unsere Tour wie geplant durchzuführen. Dabei hatten wir jedoch schon 2 Stunden darauf gewartet, zu unserer Tour aufzubrechen. Als Entschädigung bekamen wir an diesem Tag eine weitere Tour in den Salar. Dabei handelte es sich um eine Sternentour, die erst am Nachmittag beginnt und bei der man bis nach dem Sonnenuntergang im Salar bleibt, um die Sterne dort zu sehen. Das tatsächlich noch sehr schön, da an diesem Tag den Salar nochmal komplett anders war (mit mehr Wind und mehr Wasser).

Am zweiten Tag konnten wir dann unsere Tour wie geplant weiter führen. Dabei sind wir mit unserem Jeep zunächst am Salar de Uyuni vorbei und durch ein Tal voller großer Gesteinsbrocken gefahren. Diese bestehen aus Lavagestein und sind das Ergebnis eines Vulkanausbruches. Die gesamte Region dort besteht aus Lavafeelsen und Vulkanen. Wir sind dann auf unserem Weg, der uns fast bis an die Grenze zu Argentinien gebracht hat, an diversen Lagunen mit wunderschönen, freilebenden Flamingos vorbeigekommen und durch eine riesige Wüste gefahren. Eine weitere Atraktion auf dem Weg ist der „Arbol de piedra“, bei dem es sich um einen großen Stein handelt, der durch den Wind die Form eines Baumes angenommen hat. Unser Tagesziel von diesem Tag war die Laguna Colorada. Diese ist die größte der Lagunen und durch verschiedene Algen und Mineralien im Wasser hat sie eine rote Färbung angenommen. In ihr leben die meisten Flamingos.

Weit und breit nur Sand und Kies

Unsere Nacht haben wir in einem sehr einfachen Hostel an der Laguna Colorada verbracht. Am nächsten Tag ging es dann morgens früh um 5 Uhr weiter, wir musssten an dem Tag immerhin den kompletten Weg nach Uyuni zurück fahren. Dabei kamen wir dann an riesigen Gysiren vorbei, die ebenfalls durch das dort vorhandene Vlkangestein zustande kommen. Dann ging es weiter zu „Aguas thermales“. Dabei handelt es sich um natürlich warme Quellen, in denen das Wasser so circa 40°C warm ist. Darin ist es super angenehm zu baden. Wir haben dann noch bei einer weiteren Lagune angehalten, bevor wir dann zurück nach Uyuni gefahren sind. Am selben Abend haben wir dann eine Flota nach Cochabamba genommen.