Meine Brille ist kein Blitzableiter…

In Cochabamba haben wir uns, als wir in unserem wirklich schönen Hostel angekommen sind, erstmal von der Busfahrt ausgeruht, da man in so einem Bus doch nicht so gut schläft, wie in einem Bett. Am nächsten Tag haben wir uns dann die Innenstadt und die große Jesusstatue angeschaut. Diese steht so wie die in Rio de Jainero auf einem großen Berg über der Stadt. Jedoch ist die Statue in Cochabamba mehr als 2m größer, als die in Rio. Damit ist sie die größte begehbare Jesus-Statue der Welt, was ich dafür, dass kaum jemand weiß, dass sie existiert, sehr beeindruckend finde. Zu ihr rauf kann man entweder über 1399 Stufen zu Fuß gehen, oder die Seilbahn nehmen. Wir sind zu Fuß gegangen, was sehr anstrengend war. Dafür hatten wir von oben jedoch einen total schönen Ausblick über die Stadt.

An dem darauf folgenden Tag haben wir eine Wanderung auf den Pico Tunari (5035m) gemacht. Dabei sind wir mit einem Kleinbus bis auf eine Höhe von 3200m gefahren und von dort aus weiter gewandert. Durch die Höhe war das gar nicht mal so unanstrengend. Aber für die wunderschöne Natur und den Ausblick hat es sich definitiv gelohnt. Nach 3 Stunden standen wir dann also am Hang vom Pico Tunari mitten in einem Schneefeld, als wir von einem Gewitter überascht wurden. Wir waren knapp auf 5000m und es fehlte nicht mehr viel zum Gipfel. Eigentlich wollten wir trotz des Gewitters noch bis zum Gipfel gehen. Dann hat mich unser Guide jedoch gefragt, ob ich nicht auch ohne Brille wandern könne, weil die Gefahr bestehe, dass dort ein Blitz einschlägt. In dem Moment wollte ich dann doch nicht mehr bis zum Gipfel gehen und wir haben uns an den Abstieg gemacht. Durch den ganzen Schnee und Graupel sah die ganze Natur nochmal komplett anders aus. Einen Teil des Weges sind wir den Schnee wie auf Skiern herunter gerutscht. Dadurch ging es auch gleich viel schneller und nach 2 Stunden waren wir wieder bei unserem Bus. Wir haben dann noch einen Tag Pause in Cochabamba eingelegt, bevor mit einer Flota weiter nach Sucre aufgebrochen sind.

Der Pico-Tunari

Dort hatten wir eine Woche lang unser Zwischenseminar, bei dem wir über die politische und unsere persönliche Situation gesprochen. Wir konnten auch mögliche Probleme ansprechen. Am Samstag haben wir dann noch die Räumlichkeiten von einem Projekt des BKHW in Sucre renoviert, bevor es am Abend dann wieder nach Tarija ging.

Hier ist der Alltag wieder komplett angekommen, mit dem Unterschied, dass mein Nachmittagsprojekt wegen der Schulferien bisher noch geschlossen ist. Dadurch arbeite ich zur Zeit nur in meinem Projekt vom Vormittag. Dort stellen wir gerade alle möglichen Dinge thematisch für Karneval her.

¡Hasta luego!