Shake your Sillies out!

Dieser Song ist der neue Hit bei uns im Kindergarten. Ich hatte diese Woche zum ersten Mal meine Musikbox mitgenommen, denn beim Kindergarten ist es so, dass wir keinen Strom haben und somit auch beispielsweise keinen CD Player nutzen können, um für die Kids Musik anzumachen. 

So einen richtigen Plan welche Musik genau wir abspielen wollten, hatten wir nicht. Aber das erste Lied, das auf Youtube bei der Suche nach Kinderliedern erschien, hat schon perfekt gepasst. Einfach für die Kinder zum Mitsingen und zum Mittanzen.

https://youtu.be/03zqJQJRLN0 (Link zum Lied;))

Und am nächsten Tag habe ich mich dann auch nochmal in meine Kindergartenzeit zurückversetzt gefühlt, da ich den Kindern das Lied „Aramsamsam“ mit den dazugehörigen Bewegungen beigebracht habe. Diese zwei Lieder werden nun immer morgens im großen Kreis gemeinsam gesungen und dazu getanzt, bevor es zum Unterricht geht. Und da auch noch nachmittags Kinder da sind, kennen die Kids nun auch den Stopptanz und Zeitungstanz bzw. bei uns jetzt Handtuchtanz, da wir im Kindergarten keine Zeitung haben und dafür dann Handtücher benutzen:)

Im Unterricht haben wir diese Woche neben des Alphabets auch viel gemalt. Man kann sich vielleicht vorstellen, was das für Ndamona und mich bedeutet: Anspitzen, anspitzen, anspitzen. Denn hier haben die Kinder keine eigenen Stifte, sondern wir haben Plastikdosen, in denen Stifte für alle drinnen sind. Glücklicherweise haben wir uns jetzt einen ganz guten Anspitzer und neue gute Buntstifte gekauft, sodass das Anspitzen nicht mehr ganz so lange dauert und meine Blasen an den Fingern Zeit hatten zu verheilen. Denn, ich hätte es auch nie gedacht, man kann auch durchs Anspitzen Blasen an den Händen bekommen!

Diese Woche haben wir auch den November bezüglich des Kindergartens geplant. In der ersten Novemberwoche findet nun die „exam week“ statt. Das bedeutet, dass wir während dieser fünf Tage die Kinder unter anderem in den Bereichen Mathe, Englisch und Sport prüfen werden. Und am Freitag dieser Woche (8.11.) ist dann unsere „early christmas party“ geplant, da der Tag bei uns der letzte offizielle Kindergartentag ist. Die Ferien fangen nämlich offiziell erst am 26.11. an. Wir schreiben in den zwei Wochen dann aber noch die individuellen Berichte über die Entwicklung der Kinder, die sich die Eltern dann beim Kindergarten abholen. Und am 16. November findet die Graduation statt, also die Entlassungsfeier der Vorschulkinder, die nun nach den Sommerferien in die erste Klasse kommen werden. Von unseren knapp 40 Vorschulkindern sind es aber nur etwa 15 Kids, die den Kindergarten verlassen. Da wir schon mehr Neuanmeldungen haben, als Kinder gehen, werden die Klassen jedoch nicht kleiner;) Und auch haben wir geplant im November den Klassenraum neu zu streichen und neue Autoreifen zu besorgen und auch diese bunt anzumalen. Farben sind schon gekauft und ich bin mal gespannt, wie es dann am Ende aussehen wird!:)

Am Mittwoch Nachmittag wurde der Lippenstift von Ndamona fleißig ausgetestet

Letzte Woche habe ich auch zwei neue Namen von den Kindern bekommen. Neben „Teacher Greta“ werde ich nun auch „Teacher Maria“ oder „Teacher Nelao“ genannt. Das Wort „Nelao“ heißt so viel wie „die Glückliche“, also ein wirklich schöner Name wie ich finde. An die neuen Namen habe ich mich auch schon gut gewöhnt, aber natürlich bleiben gelegentliche Verwirrungen auf beiden Seiten nicht aus;)

Wer erkennt mich? 😉

Ich hatte ja in meinem letzten Blogeintrag schon geschrieben, dass wir in nächster Zeit nochmal nach Windhoek fahren müssen wegen unseres Visums. Und manchmal geht es schneller als gedacht, denn seit Samstag befinden wir uns wieder in dem Guesthouse, in dem wir nun vor fast 1 ½ Monaten das erste mal gewesen sind.

Da gings gestern Abend wieder hin.
Falls wir mal Heimweh bekommen sollten, können wir einfach zu Joe’s Beerhouse gehen. Dort trifft man immer auf andere Deutsche und von Jägerschnitzel bis Spätzle gibt es dort alles!

Moritz und ich sind am Freitag Abend von Ondangwa nach Windheok losgefahren. Und da der Schulleiter von Moritz in dieser Stadt wohnt, haben wir den Nachmittag bei ihm verbracht. Und ich muss sagen, dieser Nachmittag wird mir wohl noch längere Zeit im Gedächtnis bleiben. Wie das so ist, hängen außergewöhnliche Erfahrungen hier oft mit dem Thema Essen zusammen, genauer gesagt mit Fleisch. Denn zum Mittagessen gab es  Oshifima mit gekochten Hühnerfüßen! Ich muss sagen, das hat mich wirklich Überwindung gekostet, in einen solchen Hühnerfuß reinzubeißen. Denn im Kopf sah ich die ganze Zeit das Huhn in Ondobe durch den herumliegenden Müll, die Essensreste aber natürlich auch die Fäkalien spazieren. Und in so einen Fuß zu beißen und dann auch noch wohl möglich eine Kralle im Mund hängen zu haben, das war eine Erfahrung die nicht nochmal gemacht werden muss;) Geschmacklich ging das Ganze eigentlich noch echt gut, aber allein schon beim Schreiben dieser Zeilen verziehe ich wieder mein Gesicht. Während des Essens hatte ich mein Bestes gegeben, mir so wenig wie möglich anmerken zu lassen. Aber ich glaube das war mir nicht so ganz geglückt. Denn es blieb nicht aus, dass Mr. Nekongo und seine Frau bei meinem Anblick anfangen mussten zu schmunzeln. 

Neben den Hühnerfüßen haben wir auch noch Innereien einer Ziege probiert. Diese waren den Geruch betreffend, sagen wir mal, deutlich außergewöhnlicher als die Füße, und geschmacklich und von der Konsistenz her nicht vergleichbar mit etwas Essbaren, was mir bekannt ist.

 

Die Innerein. Von den Hühnerfüßen existiert kein Bild, aber ich glaube das ist auch gar nicht so schlimm;)

Über Innereien der Ziege wurde uns generell erzählt, dass sie hauptsächlich zu besonderen Anlässen zubereitet werden. Und da Moritz nächste Woche auf eine Hochzeit einer Kollegin eingeladen wurde und ich ihn dorthin begleite, war das wahrscheinlich nicht unsere letzte Begegnung mit Innereien. 

Neben der Hochzeit nächstes Wochenende steht nun die nächsten Tage erstmal an, dass wir uns hier in Windhoek um unser Visum kümmern und dann hoffentlich spätestens am Freitag Abend wieder zurück in den Norden fahren. 

Bis zum nächsten Blogeintrag viele Grüße aus der Hauptstadt Namibias! 

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