Mein Hintern schmerzt…

Einen knappen Monat ist unsere Abreise aus Deutschland nun her und seit zwei Wochen ist unser Sprachkurs mittlerweile beendet. Residence und work permit sind leider immer noch nicht in Sicht, aber wir bleiben zuversichtlich und üben uns in tansanischer Geduld mit den Behörden. 

Wie wir uns die Zeit vertreiben? 

Mittlerweile hat sich eine echte Morgenroutine etabliert: aufstehen um 7 Uhr bzw. 07:30 Uhr, es folgt eine kleine Sporteinheit vor unserem Hostel, wo wir stets freundlich von den Hostel-Mitarbeitern gegrüßt werden.

Anschließend ist auch die kalte Dusche gar nicht mehr so schlimm und es geht zum Frühstück-und nein, es gibt dort keinen Reis mit Bohnen :D. Chapati ya maji (Pfannkuchen), Weißbrot und Ei sowie ein Tee sorgen für einen guten Start in den Tag und wir freuen uns tatsächlich jeden Morgen wieder darauf.  

Der Vormittag wird für ausgedehntes Gammeln, lesen, Skat spielen oder Wäsche waschen genutzt, es geht also nach wie vor sehr entspannt zu. Mittags geht’s dann zum Reis mit Bohnen essen, in letzter Zeit gönnen wir uns auch öfter mal chipsi mayai (oder auch Pommes-Omelette). 

Letztes Wochenende waren wir ganz motiviert mal aus dem Hostel rauszukommen und freuten uns sehr über die Einladung nach Faraja zur Ordination von 7 Diakonstudenten.

Es war eine wirklich große Veranstaltung mit 400 geladenen Gästen, jeder Menge Programmpunkten und einem dementsprechend langen Gottesdienst. 2 Taufen, die Verabschiedung von dem leitenden deutschen Ehepaar in Faraja, jede Menge Leute, die ihr Grußwort loswerden wollten und eine Predigt vom Bischof-das braucht natürlich Zeit. 5h Gottesdienst. 5 Stunden… Ich glaube ich habe noch nie so lange in einem Gottesdienst gesessen.

Geschafft, in jeder Hinsicht 😀

Mit Höhen und Tiefen (ab Stunde 3 begann mein Hintern echt weh zu tun) haben wir aber auch das überstanden und konnten uns beim anschließenden Festessen stärken. 

Gleich am nächsten Tag stand eine Einladung vom Bischof an, zu einem Gottesdienst in Machame zu kommen.

Die Kirche war bisher nur ein Rohbau, aber sah inmitten der grünen Natur wirklich toll aus. Im Grunde war es auch wirklich schön. Da ahnten wir jedoch noch nicht, dass wir erneut 4, 5h in diesem Gottesdienst verbringen würden…

Nichtsdestotrotz hat sich der Besuch alle Mal gelohnt. Wir wurden noch einmal persönlich sehr herzlich vom Bischof begrüßt und für morgen ins Office eingeladen. Vielleicht ein guter Schritt fürs Visum? 😀 Man darf weiterhin gespannt sein.

P.S.: Hungrig mussten wir im Übrigen nicht vom Gottesdienst nach Hause gehen, die Frau des Bischofs hat für uns 3 Volontäre jede Menge Zuckerrohrstangen gekauft.

Schwer beladen 😉

Bwana yesu asifiwe. Amen! (Der Herr sei gepriesen)- das war definitiv der Satz, der uns dieses Wochenende am häufigsten begegnet ist. Auf dass wir heute nicht zu einem Gottesdienst müssen! 😀

Viele Grüße nach wie vor aus Moshi und bis ganz bald!

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