System Rollläden und Fenster – Musterhaus Taizé

Eine etwas andere Kirche. Kapitel 1 bis Ewigkeit – es ist ja schließlich über DEN Treffpunkt von Bibelleser*innen. 😉

Wer ist da?

Also Überraschung…… gaaaanz viele junge Menschen. Freiwillig. Dreimal am Tag.

Aber auch die bayerische Oma, die einen Tagesausflug hierhin macht, und leider gestern Abend nicht mitsingen konnte, da sie ihre Brille vergessen hat. Grüße gehen raus an meine Familie. Die Schulklassen, die gezwungenermaßen da sind, ach ja und alles über 30 bis wirklich alt. Genannt Adults = Erwachsene. Sonntags auch mal Leute aus der Region. Ach so. Die Brüder auch, das ist ja ihre Klosterkirche. Keine Sorge so sieht sie wirklich nicht aus.

Wo?

Naja in Taizé, auf dem Plan zwar irgendwo in der Mitte, das Zentrum, aber ehm ja. Du siehst sie nicht. Also ich schon, weil wir einen zweiten Stock in unserem Mädchenhaus haben, aber ich habe wirklich für euch alles versucht, ich kann kein ganzes Foto von ihr machen.

Da fehlt links noch ein Stückchen.
Der Turm…. So viel zu unscheinbar

Wieso? Naja also da kommen wir schon zum wie.

Wie… funktioniert sie, ist sie gebaut?

Ehm. Ja also ich hab ja mal im ersten Beitrag davon geschrieben, dass das hier im Nirgendwo nach dem Krieg entstanden ist und immer weiter angewachsen ist.

Deshalb wurde, da Dorfkirche und Kapelle zu klein, eine neue Kirche geplant, wobei es dazu eine witzige Geschichte gibt in dem Film über den Gründer und Vorstehenden Bruder Roger, der 2005 verstorben ist. Ich versuch sie mal halbwegs wortgetreu und hoffentlich witzig wiederzugeben:

„Ja also es gab da halt einen begabten Bruder, der die Planung übernommen hat, er aber immer mit mir gesprochen hat und ich halt die Pläne autorisiert haben. Und da liegt das Problem. Dann wurde angefangen die Kirche zu bauen und ich habe festgestellt, wie riesig sie wird. Die werden wir doch nie im Leben füllen können, viel zu groß…. Aber ich konnte ja nichts sagen, ich habe ja die Pläne gesehen und einfach nicht gecheckt, wiiiee groß sie wird. „

OK, ja der Bruder war nicht so schlau in dem Moment, doch der Witz ist, dass die Kirche ziemlich bald viel zu klein geworden ist. So wurde erst die Hinterwand rausgerissen und Zelte als Vergrößerung angebaut.

Rechte bei Taizé.

Naja hält provisorisch und die erste Erweiterung, das sind aber so Flachbauten, naja und dann irgendwann die zweite. also jetzt kann man nicht mehr anbauen und es passen so 5000-9000 Menschen in die Kirche. Gerade halt so viele wie rein wollen und zur Beerdingung von Bruder Roger waren es halt 9000. Bereits bei 5000 fand ich es schon eng. Aber Moment, die Zahlen schwanken ja und bei 300 oder 500, da gibt es dann einen Trick…..

Rolläden

Das ist bereits das Ende der ersten Erweiterung und das Ende des Brüderbereich… Siehe nächster Absatz

Also die Kirche ist ja durch Anbauten ausgezeichnet, die dann noch Flügel haben und so gibt es glaub drei Unterteilungen, sprich riesige Rolläden in Längsrichtung und dann kann nochmal jeder Flügel abgetrennt werden. Also macht man die Kirche so groß, wie sie gerade gebraucht wird. Ich kann deshalb zur Zeit kein aktuelles Foto von den Dimensionen zeigen, da sie zur Zeit einfach zu ist. Obwohl, es sind auch immer mehr Brüder geworden, sodass der erste Anbau immer geöffnet ist, da selbst die nicht hinpassen würden.

Da sieht man nicht einmal die Flügel, aber es ist immer noch nicht das Ende, das ist nur das Ende der zweiten Erweiterung.

Aber aber die sitzen ja auf dem Boden 😲?!…

Ja genau. Verstaubtes raus, Einfachheit rein… Also so würde ich das interpretieren. Die Jugend hält das ja auch noch aus…. Ja und es wirkt halt nicht angestaubt. Wie ihr auch sehen könnt, sieht man wenig nach vorne, denn der Altarraum ist zwar schön und seit einem Jahr neu gestaltet, aber außer Sonntag findet da rein gar nichts statt.*(siehe unter nächster Überschrift) Man muss also nichts sehen können. Es gibt praktisch nur das Lesepult. Siehe auf dem Bild der Rolläden. Und da findet dann auch die einzigen Lesungen statt. Immer auf Englisch und auf Französisch, aber dazu wann anders mehr. Das andere wie Fürbitten wird einfach nur gesprochen und man sieht oft nicht wer es sagt.

Let the sun come in, let the sun come in

Oder was Architekten hier lernen können. Die Kirche ist zwar inzwischen völlig eingebaut, doch von Anfang an nach Osten ausgerichtet.

„Ja danke Rebekka, wow da scheint jetzt die Sonne am Morgen rein, danke für die Info.“ Ja tut sie aber nur in ein ganz kleines, wobei man richtig innerhalb des Gebets sieht, wie sie sich weiterbewegt. Das coole finde ich ist aber, dass die weiteren Fenster so angebracht sind, dass die Kirche indirekt auch Mittags im Altarraum direkt bei berühmten Kreuz der Kirche beschienen wird.

Und diese Zwiebeltürme sind überall. Hier sieht man auch nochmal, alle Anbauten mit Holz verkleidet und nicht wirklich hoch für eine Kirche.

Welcher Gegenstand ist mir besonders wichtig in meinem Leben?

Gute Nacht

Rebekka!

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