Windhoek – Erste Erfahrungen und Erlebnisse – 15.09.19 bis 28.09.19

Das hier wird ein abschließender Bericht zu der ersten Zeit in Windhoek, der größten Stadt und gleichzeitig der Hauptstadt Namibias. Obwohl der Begriff „Stadt“ in den Augen von uns Europäern hierzulande oft missbraucht wird, kann man wirklich sagen, dass Windhoek eine Stadt ist. (Nicht wie die „Stadt“ Eenhana mit knapp 6.000 Einwohnern, in der ich erstmal leben werde.) Zum ersten Eingewöhnen ist Windhoek also ziemlich interessant. Obwohl wir in Namibia sind und eine ganz andere Kultur entdecken, kommt einem das Stadtleben dann doch noch recht vertraut vor. Man kann eine namibianische Großstadt natürlich auch nicht mit einer deutschen vergleichen. Mit ca. 300.000 Bewohnern würde Windhoek in Deutschland nicht mal zu den größten Städten gehören. In diesem Beitrag möchte ich ein wenig auf die strukturellen, kulturellen und gesellschaftlichen Unterschiede eingehen, die mir in der ersten Zeit in Windhoek aufgefallen sind.

Christuskirche

TAXI Der auffälligste Unterschied zuerst: Hier gibt es keinen richtigen ÖPNV. Man hat uns zwar versichert, hier gäbe es Busse, davon haben wir in 2,5 Wochen aber maximal 3 gesehen. Und ich glaube nur einmal saß da eine Person drin. Wenn man die Bushaltestellen anguckt, denkt man auch, die seien irgendwann mal abgebrannt und wurden danach willkürlich mit Plakaten vollgeklebt. Da hängen dann alle möglichen Plakate, ob normale Werbung, Eventwerbung oder persönliche Anzeigen. Nur einen Fahrplan sucht man vergeblich. Nichtmal Google Maps kann einem da weiterhelfen. Und das soll schon was heißen. In Deutschland sagt dir Google Maps sogar normalerweise, ob dein Bus eine Minute zu spät oder zu früh ist… Dafür hat sich hier ein gewaltiges Hupgeschäft entwickelt. Auf unserem Weg vom Guest-House zum Supermarkt (ca.15 Minuten) wurden wir mindestens 100928 Mal angehupt. („hupen“ ist irgendwie ein komisches Wort, findet ihr nicht auch) Die Erklärung: Auf den Straßen Windhoeks gibt es mehr Taxis als Autos. Das normale Fortbewegungsmittel für viele Menschen hier ist das Taxi. Diese Taxis versuchen dich also als potentielle Kunden anzuwerben. Verärgert angehupt wurden wir bis jetzt noch nicht. Und das, obwohl wir als Fußgänger hier jede Gelegenheit nutzen müssen, um über die Straße zu kommen. Wenn wir dann mal in der Mitte der Straße stecken bleiben, dann fahren die Autos einfach einen kleinen Schlenker um uns herum. Das funktioniert hier alles ohne aggressives Hupen und/oder Beleidigungen. Die meisten Leute hier fahren einfach so, dass sie selbst irgendwie gut ankommen. Wenn irgendjemand so in Deutschland fahren würde, dann würde er wahrscheinlich riskieren, dass ihm jemand aus Wut die Windschutzscheibe einschlägt. Da es hier alle machen, hat jeder Verständnis für den Anderen und der Verkehr ist ziemlich entspannt. Ihr dürft euch Taxis nicht als gelbe Mercedes vorstellen, wie bei uns. Auf dem Bild unter diesem Absatz könnt ihr zwei Taxis sehen. Es sind einfach Privatautos, die registriert wurden und eine Nummer bekommen haben. Der Fahrpreis wird hier pro Person ermittelt und kostet innerhalb eines Viertels 12 namibianische Dollar und zwischen verschiedenen Vierteln 24$ pro Person und nachts jeweils das doppelte. (16 NAM$ = 1EUR) Also unterm Strich ziemlich billig. Auch der Personen-Zugverkehr funktioniert hier wohl nicht ganz so gut. Uns wurde gesagt, dass die Verbindungen mal gut waren, immer mehr Verbindungen entstanden und zunehmend viele Menschen mit dem Zug reisten. In diesem Boom haben wohl viele Verantwortliche sich selbst zu viel Geld in die Tasche gesteckt und irgendwann brach das Zug-System zusammen. Heutzutage wird wohl sogar der Großteil der Güter aus den Hafenstädten mit LKWs ins Land gefahren.

Verantwortliche der Bahn 1 : 0 Umwelt

Eine Fridays for Future Demo haben wir auch gesehen 😀 Wie sagt man so schön: Qualität vor Quantität.

Zur SPRACHSCHULE ging es dann morgens trotzdem immer zu Fuß. Zwei Wochen lang hatte wir Mo-Fr einen anderthalb stündigen Sprachkurs für Oshikwanyama, die Sprache der Region in der wir wohnen werden. Angeboten wird der Sprachkurs im Goethe-Institut im Zentrum, ca. 30 Minuten entfernt von unserem Guest-house. Der morgendliche Spaziergang wurde dann regelmäßig dafür genutzt, die Vokabeln vom Vortag zu lernen. Wir haben erstaunlich viel gelernt dafür, dass wir insgesamt nur 15 Stunden Unterricht hatten. Begrüßungen für alle Tageszeiten sowie einfache Sätze gehören schon zum Inventar! Zurückzuführen ist das auf unsere Lehrerin. Als wir unsere Lehrerin nach ihrem Namen gefragt haben, verwies sie nur auf das Lehrbuch, das sie selbst geschrieben hat. Zufälligerweise sind wir auch die ersten beiden, die jemals dieses Buch benutzen. Es ist erst vor kurzem veröffentlicht worden. Auch wenn es nicht viel ist, denke ich, es kann gut sein etwas der Sprache zu beherrschen. Die Leute freuen sich zu mindestens, wenn wir sie in ihrer eigenen Sprache begrüßen. Oft führt es aber auch zu Gelächter. Nicht, weil wir das so schlecht machen (das rede ich mir einfach mal so ein), sondern weil Weiße diese Sprache eigentlich nicht sprechen, geschweige denn Interesse daran zeigen, diese Sprache zu lernen. Unter anderem wissen wir aber jetzt auch kulturelle Sachen. Als Beispiel: Es gibt keine Übersetzung für „Gesundheit“ als Reaktion, wenn jemand niesen muss. Die Person, die Niesen muss sagt selbst „tatei“, um sich beim Herren dafür zu bedanken, nicht krank zu werden. So habe ich es zumindest verstanden, da man auch „tatei“ sagt, wenn man fast hinfällt, um sich dafür bedankt nicht hingefallen zu sein.

SPRACHEN. In Windhoek trifft das ganze Land aufeinander. Und das kann man definitiv hören. Die Amtssprache ist in Namibia Englisch. Und das, obwohl hier eigentlich niemand Englisch so richtig als Muttersprache gelernt hat. Die meisten Menschen hier sprechen die Sprache des Stammes, zu dem Sie gehören. Die meisten Weißen hier sprechen Afrikaans als Muttersprache, einige jedoch auch Deutsch. Insgesamt gibt es 11 verschiedene Sprachen, die in Namibia Muttersprachler haben. Zwei dieser Sprachen können noch in Akzente unterteilt werden, die sich wohl so dolle voneinander unterscheiden, dass man sie eigentlich als eigene Sprache zählen kann, habe ich mir sagen lassen. Englisch soll also als offizielle Sprache dienen, damit sich hier alle vernünftig verständigen können. So ziemlich alle Menschen sprechen deswegen von Geburt an min. zwei Sprachen: Englisch und die Muttersprache. Ein paar Freunde von uns erklärten uns aber auch, dass man „auf der Straße“ noch Afrikaans lernt. Besonders hier ist aber auch die Angewohnheit der Leute, einfach alle Sprachen zu vermischen. So fängt ein Satz manchmal mit Englisch an, wechselt dann aber irgendwann in Ovambo (die meist gesprochene Sprache des Landes) und schließt in Afrikaans ab. Im Vergleich mit Deutschland habe ich dann erst festgestellt, dass es einen ganz grundlegenden Unterschied zwischen diesen beiden Ländern gibt. Deutschland besteht zum Großteil aus Menschen, die Deutsch als Muttersprache haben. Hier ist es ein bunter Mix. (Ob die Namibianer auch so ein großes Problem damit hätten, wenn der Migrationsstrom umgekehrt sein würde?…)

Es gibt 11 große Völkerstämme in Namibia. Das ZUSAMMENLEBEN der verschiedenen Völkergruppen ist sehr interessant. Wir werden im Ovambo-Land leben. Also das Gebiet nördlich der Etoscha-Pfanne bis zum angolanischen Grenze. Das Volk der Ovambo macht ungefähr die Hälfte der Einwohner Namibias aus. In Windhoek leben all diese Völkergruppen aber zusammen. Und das spüre ich hier auch. So habe ich von Himba-Frauen auf einem Markt ein wenig Schmuck gekauft (<hier gerne danach googlen, lohnt sich>) und einen Haarschnitt von einem San-Mann bekommen, der versucht hat mir beizubringen, wie man „have a good day“ auf seiner Stammessprache sagt. Gescheitert ist es schlussendlich an den Klicklauten, die in der Sprache benutzt werden.

Der Friseursalon

Als wir durch die Stadt liefen, wurden wir überraschend von zwei schwarzen Herren angesprochen, die perfektes Deutsch konnten. Sie erzählten uns, dass sie in der DDR aufgewachsen sind und deswegen so gut Deutsch sprechen. Als ich erzählte, dass ich aus Braunschweig komme, fragte er mich nur: „Oh, dann kennst du bestimmt auch Cappuchino!“ Wie ist es möglich, dass ich in Windhoek eine Person finde, die den Braunschweiger Rapper Cappuchino kennt! Den kennt man ja in Hannover schon nicht mehr so richtig. Und dazu ist diese Person auch noch gebürtiger Namibianer. Sie fragten uns nach Spenden für eine geplante Ausstellung über namibianische DDR-Kinder, wie sie selbst. Überwältigt von dem Fakt, dass er Cappuccino kennt, habe ich sogar fast etwas gespendet. Ich habe mich dann doch dagegen entschieden, weil ich vor nur ein paar Minuten in der Christuskirche einen ausgelegten Artikel gelesen habe, der über eben diese „DDR-Kinder“ berichtet hat. Sie sind Schwindler, die wohl tatsächlich in der DDR gelebt haben, ihre Sprachkenntnisse und Bildung aber nur dafür benutzen deutsche Touristen nach Spenden für eine Ausstellung zu bitten, die es gar nicht gibt. Das erstaunliche dabei: Der Artikel war schon von 2011. Im Artikel stand, dass Ermittelungen gegen diese DDR-Kinder laufen uns es wird versucht, sie zu schnappen. Naja, anscheinend hat das nicht so geklappt, dachte ich mir. Als dann eine Gruppe Polizisten an uns vorbei ging und der Polizist einen der beiden Schwindler begrüßte und sie zurück grüßten, kam mir das schon komisch vor. Einige von den Kindern, die mit ihnen in der DDR groß wurden sind jetzt bei der Polizei, haben sie uns erklärt. Im Leben geht es nur um Kontakte…

Die Kontakte, die wir in Windhoek durch die Stiftung haben, gehören zu ELCIN „Evangelican Lutheran Church in Namibia“ (Die Kirche im Norden Namibias). Zu dieser Kirche gehören meines Wissens nur Ovambo-Leute. Auf jeden Fall gehören alle Leute, die wir durch die Kirche bis jetzt getroffen haben, zu den Ovambo. Dazu später mehr. Etwas komplett Neues für uns war/ist es, für unsere Hautfarbe angeguckt zu werden. Etwa 6% der Bevölkerung Namibias sind weiß. Noch heute wohnen viele Nachkommen der Europäer, die im Zuge der Kolonisation nach Afrika ausgewandert sind, in Namibia. Andere Weiße hier sind weiße Südafrikaner, die bei der Unabhängigkeit Namibias von Südafrika, in Namibia geblieben sind. Dementsprechend sollte man denken, Weiße in Namibia zu sehen sollte für die Bevölkerung nicht besonders sein. Zwischen diesen Weißen und uns gibt es aber noch Unterschiede. Wir laufen hier in den Nachbarschaften zu Fuß rum, wir gehen zu Gottesdiensten in einer Ovambo-Gemeinde und treffen uns abends mit einer Freundin, die wir durch die Kirche kennengelernt haben. Die Weißen hier sehen wir nur in ihren Autos (Im Zentrum auch mal ausnahmsweise zu Fuß). Sie haben eine eigene Gemeinde und von dem, was ich bis jetzt so mitbekommen habe sind Weiße auch eher mit Weißen befreundet, und Schwarze eher mit Schwarzen. Ich glaube man kann definitiv sagen, dass schwarz und weiß hier sehr separiert leben. Weiße haben hier auch auf jeden Fall höhere Lebensstandards und mehr Geld. Zurückzuführen ist das unter anderem auf die Abmachung bei der Unabhängigkeit Namibias, dass alles angeeignete Eigentum der Weißen hier deren Privateigentum bleibt. Wenn wir hier also zu Fuß durch die Straßen laufen, versuchen Oshikwanyama zu sprechen oder in der Kirche sind, führt das immer wieder dazu, dass wir sehr angestarrt werden. Daran werden wir uns wohl gewöhnen müssen, da wir im Norden noch etwas besonderer werden sein. Da wird es wohl eigentlich keine anderen Weißen neben uns geben.

ein schallisolierter Raum…

In der Zeit in Windhoek wurden wir auch von Gretas „Verwandten“ (siehe ‚letzter Eintrag‚) eingeladen, auf eine Jagd mitzukommen. Es sei perfekt, um uns ihre Farm zu zeigen. Selber schießen würden wir auf jeden Fall nicht, aber wir sind auf dem Truck hinten mitgekommen. Die Farm ist ungefähr 200 Hektar groß. Das „Feld“ ist dabei aber einfach nur die eingezäunte Wildnis, in der die Tiere der Farm leben. Die Hauptaufgabe auf der Farm ist es also, die Tiere mit Wasser und Futter zu versorgen. So führen wir also mit diesem Truck durchs Feld, wirklich sehr beeindruckend, wo dieser Truck so alles rüber gekommen ist. Zwei Mal nur gab es kleine Probleme, die nach 10 Minuten rumschrauben aber auch wieder repariert waren. Wir waren definitiv überwältigt, wie viele und wie viele verschiedene Tiere wir gesehen haben. Ich versuche mal aufzuzählen: Oryx-Antilope (Nationaltier Namibias), Pferde, Kühe, Warzenschweine, Paviane, Springböcke, Kudus, eine Gnuherde und sogar Zebras. Am Ende sind wir „leider“ mit leeren Händen zurück zur Farm gefahren. An diese Tour mit all den Tieren und der Natur werde ich mich definitiv noch länger erinnern.

Jetzt aber nochmal zur Kirche hier. Die Partnerkirche der Stiftung hier ist die ELCIN, wie vorhin erwähnt. Die ELCIN hat aber auch mit der Landeskirche Braunschweig eine Partnerschaft. Und so wurden wir der Leiterin eines Chor vorgestellt, der 2011 und 2015 schon in Braunschweig war. Promt darauf wurden wir auch zu einer Chorprobe eingeladen, um den ganzen Chor kennen zulernen. Von 50 Mitgliedern waren zwar nur knapp 15 da, aber viel mehr Leute hätten auch eh nicht in den Raum gepasst. Bei der Probe wurden wir auch schon wieder auf Deutsch angesprochen. Die zweite Leiterin des Chores, hat in Deutschland studiert, und so Deutsch gelernt. Neben ihren Deutschkenntnissen ist sie uns aber auch durch ihre Freude an Musik, Tanz (trotz ihres gehobenen Alters) und ihrer Trillerpfeife aufgefallen. Außerdem waren ihre Gucci-Schuhe auch recht auffällig. Wir haben zwei Lieder eingeübt. Das Aussprechen der Wörter funktioniert sogar echt gut. Am Ende der Probe wurde uns dann gesagt, dass sie am Sonntag den letzten Auftritt des Jahres haben. Und da wir die Lieder ja jetzt singen können, könnten wir auch direkt beim Auftritt mitsingen. Wir wussten nicht so ganz, was wir davon halten sollen… Als dann Samstagnachmittag ein Anruf kam, ob wir mal an die Tür des Guesthouses kommen können, haben wir uns erst gewundert wieso. Die beiden Leiterinnen des Chores hatten Outfits für den Auftritt für uns dabei. Dann stand es fest. Wir treten auf. So sangen wir also vor 2000 Menschen in der Kirche. Ob wir aufgefallen sind? Ich glaube nicht, wir konnten uns aufgrund unserer Körpergröße ganz gut in der Menge des Chores untergehen. Ich glaube die 2000 Menschen (und Videokameras) haben bei jedem Wort auf unsere Lippen geguckt, um zu testen, ob wir tatsächlich die Ovambo-Wörter richtig aussprechen. Dementsprechend habe ich jetzt auch nicht ganz so häufig hochgeguckt. Dafür waren die Wörter richtig. Nach der Kirche wurden noch ein paar Fotos geschossen, bei denen sich der stolze Pastor dazugesellte. Die beiden Chorleiterinnen haben uns letztens auch erzählt das die Videos von unserem Auftrifft „viral“ gegangen sind, also haben schon ziemlich viele Menschen unseren Auftritt gesehen und die Beiden werden täglich zu uns befragt. „Woher habt ihr diese beiden jungen Weißen bekommen?“ „Können sie Ovambo?“…. Spätestens jetzt kennt uns die Gemeinde. Sonntag wurden wir dann auch noch von den Chorleiterinnen zum traditionellen Essen in deren Lieblingsrestaurant eingeladen. Hähnchen und Oshifima (Maisbrei). Als dank für die Herzlichkeit und die tollen Erfahrungen haben Greta und Ich dann zur nächsten Probe, als kleines Dankeschön, Muffins für den Chor gebacken. Jetzt sind wir offizieller Teil des Chores. (Wir sind in der Whatsappgruppe.)

Der Auftritt war bei unserem zweiten Gottesdienst. Der Erste war auch schon eine neue Erfahrung. Nachdem ich mit dem letzten Freiwilligen geschrieben habe und er mir nur gewünscht hat, dass wir nicht das „Pech“ haben und einen Konfirmationsgottesdienst erwischen, war ich schon sehr gespannt auf den Gottesdienst. Ja, einen dreieinhalbstündigen Gottesdienst konnte ich kaum erwarten. Das Singen hat mich aber definitiv auf Trapp gehalten. Verstanden haben wir ja nicht so viel. Wir wurden dann von Pastor Joel auch der Gemeinde vorgestellt. Das bedeutet, aufstehen und von ca. 2000 Menschen angeguckt werden. Beim Zweiten Gottesdienst dachten wir, es würde dieses nicht so lange dauern. Konfirmation gibt es ja nicht nochmal. Nach einer langen Rede des Polizeichefs, vielen Chören und einem Schauspiel der Kirchenjugend war auch dieser Gottesdienst vorbei. Nach viereinhalb Stunden. Dieses Mal hatte ich wenigstens keinen Anzug an und es war auch nicht ganz so eng auf den Bänken.

Mit Nomsa haben wir auch immer noch Kontakt. Sie ist so die erste richtige Freundin, in unserem Alter, die wir hier so kennengelernt haben. So trafen wir uns abends im größten Restaurant/Bar hier in Windhoek, Joe’s Beerhouse. (Liegt mittig auf dem Weg zwischen unserem Guesthouse und Nomsas Wohnung, ca 5 Minuten entfernt). Es kombiniert Bar, Outdoor-Bar, Biergarten und Restaurant und ist, glaube ich, mein Lieblingsort hier in Windhoek. Da haben wir uns auch dazu verabredet, am Donnerstag zusammen Sport machen zu gehen. Nomsa ist ein Fitness-Freak. Da sie wusste, dass wir davor ins Independence-Museum gehen wollten, hat sie sich dazu entschlossen, auch noch einen Guide für uns zu machen. Nachdem ich eine Ehrenrunde im Fahrstuhl gedreht habe, konnte es dann auch losgehen. Funfact: Das Independence-Museum wurde wohl durch Spenden der Nord-Koreaner erbaut. Wieso konnte uns bis jetzt niemand so wirklich erklären. „Die Verstanden sich irgendwie mal gut.“

Danach ging es also los ins Fitnessstudio. Wir wussten nicht so wirklich, was wir erwarten können. ich wusste nur, dass ich seit ca. 2 Monaten nicht mehr beim Fitness war. Das habe ich dann auch die Tage danach in meinen Beinen gespürt. Das Fitnessstudio an sich war auf jeden Fall genauso modern, wie jedes Fitnessstudio in Deutschland. Es hatte sogar ein Swimmbecken… Den Abend danach sind wir auch noch abends mit ihr in eine Bar gegangen. Erst gab es Live-Musik und danach wurden die Top-Tanz-Tracks hier abgespielt. Den Großteil kannten wir nicht, aber einige Lieder kannten wir tatsächlich noch. Die amerikanische Tanzmusik, die hier populär ist, war bei uns aber eher so vor 5-10 Jahren beliebt. Kurz vor unserer Reise in den Norden sind wir dann auch noch Mal mit ihr Essen gegangen. Wir wussten nicht so ganz, zu was für einer Art Restaurant/Bar sie uns führt, aber als wir ankamen, fühlten wir uns etwas underdressed im „Top of Africa“. Es gab ein Buffet und selbstgebrautes Bier. Mit ihr verstehen wir uns wirklich super und können immer gut lachen.

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