Bienvenido a cielo

Halli Hallöchen ihr Lieben,

Mein Name ist Emilia und ich bin seit gut anderthalb Wochen in La Paz, der höchst gelegenen Verwaltungshauptstadt der Welt. In Bolivien werde ich nun ein Jahr bleiben und in einem sozialen Projekt in Tarija über die Stiftung Ökumenisches Lernen der Braunschweiger Landeskirche , ganz im Süden Boliviens „nahe“ der argentinischen Grenze leben und arbeiten. Zum Glück bin ich nicht alleine, sondern habe zwei Mitfreiwillige, die Gloria und die Almuth, an meiner Seite. Zunächst werden wir allerdings noch einen Weilchen in La Paz bleiben für unser Visum und um meine doch sehr spärlichen Spanischkenntnisse mithilfe eines Sprachkurses zu erweitern.

La Paz ist eine Wahnsinnsstadt. Sie liegt auf 3600m und ist laut, lebendig, schlaflos und man hat das Gefühl dem Himmel und den Wolken sehr nahe zu kommen. Der Verkehr scheint nie zu ruhen und Verkehrsregeln scheint es auch nicht zu geben. Die Straße überquert man nach dem Prinzip „Augen zu und durch“. Etwas das man aus Deutschland durchaus anders gewohnt ist. Auch das Einkaufen ist hier sehr anders, denn es gibt im Grunde so gut wie keinen Supermarkt, dafür aber einen riesigen Markt, der sich durch die Straßen der ganzen Stadt zieht. Der Markt besteht hauptsächlich aus einfachen Verkaufsständen, sowie kleinen Garagenlädchen. Auf dem „Markt“ findet man auch wirklich alles, es gilt nur zu wissen wo! Es gibt dann eine Straße, in der gibt es Obst und Gemüse (wobei Essensstände überall zu finden sind), in der nächsten Farben und eine Straße weiter dann Haushaltsgeräte oder Kleidung. So langsam fangen wir auch an uns zu orientieren und gezielt die Sachen zu finden, die wir einkaufen wollen.

Auch die 3600m sind nicht ganz ohne, wobei keine von uns glücklicherweise ernsthafte Probleme mit der Höhe hat. Allerdings komme ich, wenn es bergauf geht oder ich in den 5.Stock unseres Hauses muss (dort befindet sich unsere Küche), ganz schön ins Keuchen. Mal sehen, so ein Höhentraining ist vielleicht gar nicht so schlecht und ich werde topfit zurückkehren.

Und in den 5. Stock hochzugehen, lohnt sich wirklich, denn wir haben eine Dachterasse von der aus wir über ganz La Paz schauen können. Heute ist die Sicht zwar nicht so gut, aber dafür hat man das Gefühl nach den Wolken greifen zu können.

Das Leben hier geht bis jetzt sehr unturbulent-turbulent zu. Einerseits gibt es noch keinen Arbeitsalltag, an den ich gebunden bin, gleichzeitig gibt es aber jeden Tag so viel zu entdecken und zu lernen, dass man stets genug zu tun hat. Diese Woche ging für uns zu Beispiel der Sprachkurs los und in meinem Kopf spielen daher lauter neue spanische Wörter und Zeitformen verrückt. Außerdem erkunden wir jeden Tag ein bisschen mehr von La Paz, wissen jetzt ungefähr, wie wir mit den Minibussen, die hier das Hauptverkehrsmittel sind, an bestimmte Orte und wieder zurückkommen, auch haben wir uns schon verschiedene Kirchen, sowie die Innenstadt von La Paz genauer angeschaut. Auch in El Alto waren wir schon. El Alto ist eine eigene souveräne Stadt, nichts desto trotz gehören El Alto und La Paz zusammen und verlaufen ineinander. El Alto liegt nochmal 400m höher als La Paz und man erreicht sie am besten mit dem sogenannten Teleferico, einer riesigen Seilbahn, die die Unterstadt La Paz mit der Oberstadt El Alto verbindet. Der Blick auf La Paz und El Alto sowie auf schneebedeckte Gipfel der Anden aus dem Teleferico ist atemberaubend!

Auch kulinarisch haben wir schon echte Highlights entdeckt, zum Beispiel Salteñas (Teigtaschen gefüllt mit Käse, Gemüse oder Fleisch) oder Empanadas (auch Teigtaschen gefüllt mit Käse oder Fleisch), auf jeden Fall sehr delikat! Und Avocados schmecken hier einfach viel besser als zu Hause!

Soweit so gut…

Liebe Grüße aus der Andenstadt La Paz

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